Tutorial - Bau dir deine eigene Powerbank


#1

Hallo Forum,

Nachdem ich viele Projekte von euch gesehen habe und mit verfolgt habe, wie viele immernoch an der Stromversorgung verzweifeln - mache ich schon früher als ich eigentlich geplant hatte ein kleines tutorial.
Dieses geht über den am meisten benutzten Akku der Welt, der auch in euren Powerbanks ist, und darum, wie man diesen sicher laden kann.

Das erste Tut geht um Li-Ion und Li-Pol.

Das zweite Tut geht darum, Sonderformen zu laden. Dazu zählen kleine Bleiakkus, Lithium-Eisen und die Neuentwicklung auf dem Markt: Lithium Keramik (ich bin auch schon wie Verrückt die Industrien am nerven, wann ich mit Testakkus rechnen kann).

Vorteile?
Ihr habt die Qualität der Akkuzellen in der Hand
Ihr könnt defekte Bauteile einfach tauschen und müsst nicht alles neu kaufen
Ihr spart durch Eigenbau extrem viele Kosten
Ihr könnt die Bauteile frei platzieren (und zum Beispiel die Ladebuchse nach aussen legen)
Ihr könnt die Kapazität und Bauform der Akkus frei wählen
Und umgeht die automatischen Abschaltungen bei einer Powerbank.

Bevor ihr euch das Tut anseht, lest bitte den Threat: Lithium Akkus - Auswahl und Pflege. Damit ihr wisst, was ihr bei dem Kauf des richtigen Akkus/der richtigen Powerbank beachten müsst.

Nun zum Thema:

Der Aufbau ist sehr einfach und besteht aus fertigen Bauteilen. Ich erkläre jedoch gerne sehr genau. Es zieht sich zwar extrem in die Länge, aber am Ende sind es nichts weiter als ein paar Drähte an + und - zu klemmen.

Ich habe keine Ahnung, wo ich anfangen soll, daher fange ich bei 0 an und erörtere erst einmal die grundlegenden Bauteile:

1: Li-Ion, Li-Pol Charger MIT Schutzschaltung für 18650 und LiPo Akkus. Suchbegriff: TP4056 USB Schutz

Standart ist er auf 1.000mAh eingestellt, über R3 kann man jedoch den Ausgangsstrom einstellen. Nur was für Fummler :wink:
Edit 1: Ich meinte natürlich 1.000mA (ohne h). Er bringt 1A Konstantstrom.

2: Li-Ion, Li-Pol Charger OHNE Schutzschaltung für 18650 und LiPo Akkus.

Sollte der Akku schon eine Schutzschaltung besitzen. Dies erkennt man an den grünen Boards vorne bei den LiPo, unter denen meistens die Chips verlötet sind. Bei 18650er ist es etwas schwieriger zu erkennen.

3 und 4:
Step-up und Step-Down regler

Diese sind nicht nur gut, um die Ausgangsspannung nach seinen Bedürfnissen anzupassen - die etwas besseren können auch einen konstanten Strom liefern - perfekt, um Akkus zu laden, die nicht der idealen Spannungslage von Ladegeräten entsprechen.

Im Grunde sind es so etwas wie “transformatoren” für DC Strom. Nur, dass sie nicht die Spannung transformieren, sondern hochfrequentiert Strom durch eine Spule jagen, die die Spannung dadurch hoch “stept”. Oder nach unten. Je nach Anwendung.

Suchbegriff: Stepup regler / Stepdown regler.

Es gibt welche mit 2 Potentiometern und welche mit einem. Bitte ausführlich die Beschreibung lesen. Bei denen mit 2 Potentiometern kann man meist zusätzlich den Strom einstellen.

5: Der Akku.
Die Tips zur Auswahl derer findet ihr unter

Bzw. kann ich euch auch keine Kauftips geben ohne hier Merchandising zu betreiben. Dafür bräuchte ich dann schon die Erlaubnis. Andere Händler sind auch für mich eine Blackbox, bei der ich nicht sagen kann, welcher Akku nun qualitativ gut ist oder nicht.

Aber eins kann ich zumindest zeigen, was bei den meisten Akkus drauf sein sollte und wo ihr grob Angaben herbekommen könnt:

Und natürlich bitte darauf achten: Nichts über 1C Entladerate, bzw. 2C max. holen, und bei einem Fachmann holen. Datenblatt erfragen. Vertrauenswürdige Händler haben IMMER Datenblätter der Akkus. Wenn jemand keins liefern kann, kann man davon ausgehen, dass der Akku von einer unseriösen Quelle kommt.
Auch bei Lithium gibt es starke Qualitätsunterschiede in der Produktion!!!

  1. Die Schutzschaltung:
    Bestehend meist aus einem Controller und einem Mosfet.

So ziemlich JEDE Schutzschaltung hat 3 Basis Schutzeinstellungen:
Überstrom (Kurzschluss)
Überladung
Tiefentladung

Sollte also ein Akku mit Schutzschaltung ankommen, und diese ist auf 1C Rating ausgelegt, schaltet diese auch bei 1C Rating ab. Sollte eine Schutzabschaltung schon bei kleineren Strömen gewünscht sein, wäre es eventuell sicherer, noch eine Vorsicherung einzubauen.

  1. Der USB Ausgang:
    Wie bei jeder normalen Powerbank ist der USB Ausgang nichts weiter als ein Stepup Regler, der an einen Akku gehängt wird. Dieser generiert 5V aus der Akkuspannung und schon habt ihr eure Spannung für die Stromversorgung.
    Der hier auf dem Bild gezeigte Wandler hat eine Spannung von 5V und Stromabgabe von 2A
    Google Suchbegriff: 5V Stepup USB.

Einfach die Batterie an + oder - anklemmen und der USB wird vorne aktiv. Ohne sich automatisch abzuschalten :wink:

8: Schutzschaltung 18650.
Auch für 18650 Akkus gibt es extra Schutzschaltungen, die man bei Ebay unter dem

Google Suchbegriff: 18650 PCB findet. Ich denke zur Schutzschaltung habe ich bereits alles gesagt.

9: Und natürlich einen 18650er Akku, den ich selbst einmal benutzt habe. Sieht man an den beiden erbärmlich verlöteten Schutzschaltungen.
Hierbei ist extrem wichtig:

  • Jede Kapazität über 3.600mAh ist FAKE.
  • Jeder Akku über 2.600mAh unter 35 Gramm ist FAKE (fühlt ein Akku sich besonders leicht an, einfach mal mit der Küchenwaage nachwiegen und vor Erstbenutzung lieber zurück schicken, wenn er sich als zu leicht herausstellt)
  • FAKE Akkus haben ein extrem hohes Explosionsrisiko
  • Samsung oder LG muss nicht immer das Beste vom Besten sein.

Hier hat sich eine breite Auswahl an Händlern etabliert, alle mit einer sehr guten Qualität an Lithium Akkus, die eventuell sogar günstiger sind. Aber auch da kann ich leider keine Kauftips geben.
Wer sich an oben genannte Angaben hält, sollte beim Akkukauf nicht viel falsch machen.

Zum Aufbau der Powerbank:

Ich zeige euch jetzt wie ich ganz rabiat eine Powerbank für den kleinen Heli baue, den mir mein Dad zu weihnachten geschenkt hat.

Zuerst einmal sollte man die Bauteile setzen. Dazu nehmen wir folgende Grundbauteile:

Bauteil 2, 5, 6 und 7 (6,7=Akku).
Bauteil 1 mit Schutzschaltung brauchen wir hierbei nicht, da der Akku bereits eine solche besitzt.
Der Akku war ein alter Gammelakku, an dem ich mal diverse Kurzschlusstests geführt habe. Er hat immernoch die volle Kapazität, er sieht nur extrem hässlich aus.
Durch den hohen Innenwiderstand sind low rate (unter 1C Entladerate) Akkus extrem reaktionsträge, weswegen ich selbst diese Akkus für extrem sicher halte und sie auch meistens “nicht wirklich respektvoll” behandel.

Ob ihr alle Bauteile am Akku befestigt oder eventuell strategisch wichtig in eurem Tonuino verteilt und nur am Akku anschließt (wäre vorteilhafter), ist euch überlassen.

Also, als erstes habe ich die Bauteile gesetzt und geschaut, wo sie mir am Besten passen:

Dann habe ich 2 Tropfen Heißkleber auf die Stellen. Dabei bitte beachten, dass der Akku Hitze kurzfristig sehr wohl verträgt und sogar extrem gut abführen kann. Jedoch sollte man auch hier aufpassen, dass es nicht zu heiß wird. Dampft der Kleber aus der Heißklebepistole schon, sollte man lieber den Stecker ziehen und nochmal 5 Minuten warten.

Dabei gilt zu beachten: Die Bauteile haben unten spitzen. Entweder ihr feilt diese ab, oder ihr setzt die Bauteile einfach auf den Heißkleber - ohne Andrücken.

Dann ging es weiter damit die Bauteile anzuschließen. Da der 5V USB Regler dauerhaft an sein wird, dachte ich mir, es wäre eventuell praktischer, davor noch einen Schalter zu platzieren
(Suchbegriffe wären hier: Druckschalter rastend klein)

Ich habe einen kleinen hässlichen Anschlussplan für die Versionen mit und ohne Schutzschaltung im Akku gezeichnet :smiley:

Nachdem die Bauteile angeschlossen waren, wurde alles noch einmal mit Kleber übergossen und fertig war die gammel powerbank, welche gleichzeitig laden und entladen kann, und weiterhin beliebig ein und ausschaltbar ist, incl. Schutzschaltung.


für 18650 empfehle ich übrigens nicht, direkt an die Zellen zu löten und entsprechende Halterung zu nehmen;)


Edit: Ein Forenmitglied wollte eine Kurzfassung mit Bauteilliste.

Dafür hab ich heute noch Zeit :slight_smile:

5 und 6: Wer einen anderen LiPo Shop ausschließlich für Low Rate Akkus findet, dessen Link poste ich gerne hier rein. Ansonsten bei Ebay forschen.
https://www.theeremit.de/c/3-7v-lipo-mit-schutzschaltung

Schalter: https://www.ebay.de/itm/2x-Farbiger-Druckschalter-rund-RASTEND-An-Aus-Ein-Aus-Schalter-SPST-250V-230V-3A/292369623604?hash=item4412966a34:m:mo92dbBuvKZ1EZ3E8jPSfBA:rk:14:pf:0

7: Viel findet man da nicht, was nicht aus China kommt.

2:

Edit: Wollt ihr euren LiPo 100% sicher betreiben, kauft euch einen LiPo Bag
Suchbegriff
LiPo Guard
LiPo Safety Bag


#2

Hi,
vielen Dank für die ausführliche Erklärung. Da ich es mir durchaus zutraue „plus“ an „plus“ und „minus“ an „minus“ zu löten, fehlt mir nur noch eine Stückliste :smile: Kannst Du irgendwo hinposten, was Du kaufen würdest?
Am liebsten ein „Paket“ wo alles drin ist, und dann nur noch der Lötkolben geschwungen werden muss.
Herzlichen Dank
Juergen


#3

Hi

Ich habe einige der von dir beschriebenen Module hier herumliegen und habe damit auch seit ca. 1 Jahr herumexperimentiert . Sind alle ok und brauchbar , aber nicht in der von mir geforderten Konstellation .

  1. Akku laden und gleichzeitig die Schaltung versorgen ( ganz wichtig )
  2. zu hoher Strom ( ca. 0,5 mA ) in Ruhe beim MT3802 , ist ok , es geht aber besser .
  3. Versorgungsspannung für meine Box per Taste , ähnlich wie beim Handy , d.h. eine Abschaltung der Spannung mittels zusätzlichem Mosfet ist unerläßlich . Der FET muss dann beim MT3802 zwischen Lader und Booster sein und deshalb bei ca. 2,8 V noch sicher durchschalten , da gibt es auch nicht so viele .

Ich habe das schon gelöst , aber ich bin noch nicht zufrieden . Im Moment wäre das Wemos Batterie Shield in Version 1.3.0 mein Favorit ( schon zum Testen bestellt ). Leider sind bei allen Lade-Modulen die Anschlüsse der Status-Leds nicht auf Lötstifte herausgeführt , deshalb ist ein eigenes Layout nötig . Habe bisher alles in einseitigen Platinen selbst ausgeführt , werde aber die nächsten zweiseitig entwerfen und professionell herstellen lassen . Ich denke im Moment über ein komplettes ändern der Spannungsversorgung mit LiFePo4 nach . Dieser Akkutyp war mir bis zu deinem Beitrag unbekannt . Ich bin auch kein Freund von LiPo im Kinderzimmer und werde wahrscheinlich deshalb wechseln . Leider ist der Markt für entsprechende Module sehr begrenzt .

Mal sehen was 2019 bringt


#4

Bekommst du :slight_smile: Komplett Paket - nunja, du bekommst zumindest nochmal eine Zusammenfassung :wink:

Darf ich wissen, was du dir darunter vorstellst? Denn Akku laden und Schaltung versorgen - dafür wurde das Tut gemacht. Daher verstehe ich diese Aussage nicht… :smiley:

Da hast du recht. Leider gibt es nicht viele Fertiglösungen. Und ich wollte es tatsächlich so einfach wie möglich gestalten.

Ja, das stimmt. Das Problem, was ich mit dem Tut hatte: Hier wurden Fertiglösungen gefragt, die man tatsächlich nur mit einem Lötkolben und Kenntnissen über + und - zusammen basteln kann. Viele hier sind sehr ambitionierte Bastler, denen ich einfach etwas helfen wollte :slight_smile:

Das stimmt, es hat nur keine Schutzschaltung (frag ich mich, wieso dann der Name “shield”). Aber mit ist es definitiv eine relativ einfache Lösung und kann mein Tut locker ersetzen :smiley: . Besonders, die Stromaufnahme von 12yA im Ruhebetrieb ist extrem niedrig.

Es gibt auch einen Grund, warum ich kein LiFe anbiete. Ich wollte auch mal LiFe Batterien verkaufen. Jedoch - durch die begrenzte Zahl der Lademodule und die Unbekanntheit der Batterien bedingt durch die geringe Energiedichte (nahe an Bleiakku) gepaart mit höheren Kosten… Naja, es gab keinen richtigen Markt dafür. Und auch keinen Kaufgrund, weil:

LiPo hat sich weltweit etabliert, die Technik ist in den letzten Jahren extrem sicher geworden.

Die meisten Explosions Videos im Internet zeigen High Rate Zellen - weil die so toll explodieren können. Oder Zellen, die die Video Ersteller selbst auf 4,5V überladen, um richtig schön Feuer zu geben. Ich finde solche Vergleiche nicht fair und nicht realitätsnah.

Edit: Es gibt bspw (soweit mir bekannt) kaum einen Fall und auch kein Video eines brennenden Ebook Readers, Navi, oder andere Dinge, bei denen standart Low Rate Low Cap. Lipo‘s eingesetzt werden…

Das ist wie wenn ich einem Freund ein Video von einem Lamborghini mit Lachgaseinspritzung zeige und sage: Und so geht mein Dacia ab!

LiFePo4 wird hauptsächlich verwendet für den Langzeitbetrieb in Solarmodulen, da die Akkus praktisch unverwüstlich sind.

Danke für eure Beiträge dazu :slight_smile:


#5

Hallo, zunächst danke für das Tutorial das hilft hier einigen bestimmt weiter Ich habe mir folgendes Board…


…mal genauer angeschaut, weil der Begriff “PCB (Schutz gegen Überladen/Tiefentladen/Kurzschluss)” im Bild einfach falsch ist. Ich möchte hier nur Missverständnisse ausräumen und es soll als positive Kritik verstanden werden.

PCB = Printed Circuit Board und das ist nun mal die komplette Platine, richtig wäre IC = Integrated Circuit was integrierter Schaltkreis heißt.

Habe mir daraufhin mal ein Hoch aufgelöstes Bild des Board gesucht und die Bauteil Identifiziert.

Das erste, Gehäuseform SOP-8 , IC nach der USB Buchse ist ein LTC4056-4.2 -> “1A Standalone Linear Li-lon Battery Charger with Thermal Regulation”
Durch ändern von R3 auf dem Board kann übrigens der Ladestrom angepasst werden, für die angegebenen 1A sind 1,2kOhm verbaut, ändert man das auf 2,4kOhm hat man 0,5A Ladestrom usw.
An Pin 1 des IC könnte desweiteren noch eine Temperaturmessung des Akku erfolgen, einfach mal ins Datenblatt schauen, in der Schaltung ist dies über einen Kondensator gegen VCC, wie es auf dem Bild aussieht, deaktiviert.

das nächste oben Rechts, Gehäuseform TSSOP-8, ist ein 8205A -> 2x “N-Channel MOSFET”
diese werden vom nächsten IC auf der Paltine benötigt, der eigentlichen Schutzschaltung diese Regelt damit das Laden/Entladen.

dann oben Links, Gehäuseform SOT-23-6, ist ein DW01A -> “Protection IC for One-Cell Lithium-Ion /
Lithium-Polymer Battery Pack”
http://hmsemi.com/downfile/DW01A.PDF


#6

weil man die Module von Wemos “stacken” kann, also stapeln :wink:


#7

Danke für das Feedback!
Mit dem Begriff PCB hast du natürlich recht, ich habe nur den gängigsten Begriff genommen.
Ich schaue, dass ich mein Tut morgen mit deinen Angaben abgleiche und etwas aufwerte. Der Pin für die Temperaturmessung ist mir ganz entfallen.

Das Tut soll Leuten mit weniger Know-How helfen, auf eine einfache Weise und ohne spezielle Kenntnisse etwas eigenes zu schaffen, es ist nicht einfach fachspezifisch zu werden und gleichzeitig nicht jeden zu überfordern.
Eventuell sollte in dem Threat eine spezielle Erweiterung verfasst werden, unabhängig vom eigentlichen Tut.

Werde ich noch machen. Nicht diese Woche, aber nächste auf jeden Fall! Es ist schön, dass sich hier noch einige interessante Diskussionspartner dazu finden

Edit: Es wird hier ein erweitertes Tut geschrieben. Die Datenblätter verraten nochmal einiges, aber ich will erst einmal die Basis (wie mache ich es) haben, bevor man in die Tiefe gehen (wie mache ich es besser) kann. Ich hoffe, das versteht jeder.


#8

Um noch einmal etwas genauer zu sein, ist das was wir hier benutzen ein PCBA = Printed Circuit Board Assembly, da ja die Bauteile bereits aufgelötet sind. PCB wäre die rohe Platine :wink:

Das aber bitte nicht als Kritik sehen, ich finde deine Beiträge hier wirklich hilfreich, vor allem da Li-Akkus bisher ein Buch mit 7 Siegeln für mich waren.


#9

Danke für deine Ausführungen.
Aber ich habe wohl noch nicht verstanden wo jetzt der Unterschied zu dem 18650 Shield liegt?

Da ist ja auch alles drauf was wir brauchen.
Ladeelektronik
Über und Unterladungsschutz
Und StepUp um die 5v zu bekommen.

Ggf. Noch den Akku mit PCB dann gäbe es sogar einen doppelten Schutz

Oder habe ich irgendwas nicht richtig verstanden?

Gruß
Multi


#10

Klar kann man auch immer nur das 18650 Shield nehmen.
Dann wüsste aber trotzdem keiner, wie so ein Akku funktioniert, wie er lädt und wie er Strom liefert, was es noch für andere Akku Arten gibt, wie die Unterschiede sind, …

Man wäre auf die strikte Größe 1,8 x 6,5CM + Board zusammen angewiesen, müsste es so platzieren, dass man die Stecker abgreifen kann.

Ich habe im Forum viele Leute gesehen, die einfach eine komplette Powerbank in ihren tonuino gebaut haben, und dann enttäuscht waren, weil sie entweder nicht laden und abspielen gleichzeitig konnten oder die Powerbank sich dauernd bei zu geringer Entnahme abschaltet, auch weil kaum einer weiß, welche Akkus man kaufen kann.

Ich hoffe ich konnte deine Frage hinreichend beantworten…


#11

Hi.
Echt super TUT. Gleich mal gespeichert… :wink:
Bei unserem aktuellen Hörbert habe ich das shield verbaut, weil Weihnachten doch wieder schneller als erwartet kam. :wink:
Beim nächsten wird es wohl 5&6, 2 und 3. (3 geht auch statt 7, oder? brauch ja kein USB-out…
@Eremit_LiPos: Gibt es eigentlich als TonUINO-Bauer Rabatt in deinem Shop? :grin:

Noch eine Frage bzgl des shields: könnt ihr laden und hören gleichzeitig?
Bei mir geht das nämlich nicht. Zumindest nicht, wenn der Hörbert nix mehr macht weil Akku leer. Ob es nach einem kurzen Laden wieder geht konnte ich auf Grund einer gewissen Ungeduld und Intoleranz noch nicht testen. :wink:


#12

Die Preise sind zumindest im Vergleich zu Amazon super und ebay und cinamann ist dann mit der Qualität wohl Glücksspiel.


#13

Mal noch eine ganz blöde Frage: Die Akkus mit Schutzschaltung schalten vor einer Tiefenentladung ab.
Was passiert denn, wenn man den Akku dann nicht gleich lädt und z.B. ein paar Monate ungenutzt liegen lässt? Kann der Akku dann doch in die Tiefen-Entladung kommen? Verbraucht die Schutzschaltung nicht auch Strom?


#14

Also zum Einen finde ich es toll, dass jedem mein Tut gefällt.

Zum Zweiten bin ich einer der wenigen Händler, der reale Preise angibt. Ich verdiene im Schnitt 2€ pro Akku, Arbeitszeit nicht eingerechnet. Am Forum verdiene ich nichts :wink:

Mir macht es Spaß in einem meiner Fachgebiete aufklären zu können. Und selbst dazu zu lernen.

Schuld an meinem Besuch ist übrigens Dennis, der bei einer Frage auf das Forum verlinkt hat, und ich dann mit so viel Ratlosigkeit gegenüber Stromversorgung konfrontiert wurde, dass es mir auch irgendwie wieder leid getan hat :sweat_smile:

Und zur letzten Frage:
Die Akkus entladen sich selbst um ca. 2% der Eigenkapazität pro Jahr.
Die Schutzschaltung verbraucht nahezu nichts und ist vernachlässigbar. Der Strom steigt nur im aktiven Betrieb.

Jedoch mögen Lithium Akkus es weder zu leer, noch zu voll. 3,8-3,9V ist die ideale Spannungslage.
Die PCB Spannung schaltet bei LiPo auf 3.0V unter Last, aus Erfahrung sind das bei 0,1C bereits 3,3-3,4V Ruhe, und in dem Zustand kann er locker 1 Monat überstehen.

Jedoch verbraucht dein Tonuino extrem wenig Strom, weshalb die Spannung sogar viel tiefer brechen kann.

Wenn du warten kannst, ich hab hier noch ein paar Testakkus rum fliegen.
Ich werde mal bei 0,05C entladen und Spannung und Kapazität nach 2 Wochen nochmal messen.
Würde mich genauso interessieren

Edit: Die Akkus bzw. auch Powerbank bei Entladespannung ein paar Monate bis ein Jahr rumliegen lassen ist generell nicht empfehlenswert und kann die Zellen nachhaltig schädigen. Lieber vorher nochmal ein paar Minuten rein laden :wink:


#15

Mir wäre es lieber die Akkus nicht erst von der Schutzschaltung abschalten zu lassen. Gibt es nicht eine stromsparende einstellbare Abschaltung? So eine Universalplatine wäre echt gut.
Ansonsten würde ich das zumindest beim Tonuino Projekt per Software lösen. Den Arduino die Spannung überwachen lassen und rechtzeitig abschalten.


#16

Das stimmt, die Schutzabschaltspannung ist zu tief. Im Modellbau entlädt man die Packs auf 3,5V und 3,2V unter Last, alles drunter kann für Zellpacks tödlich enden.

Ich habe bei den Low Rate jedoch ein bisschen die Angst verloren, und lass selbst immer übers Board abschalten. Grund ist, dass ich auch da schon Langzeittests hinter mir habe. Meine aktuelle 6.800mAh „Powerbank“, die ich schon knapp 100 Mal auf 0 entladen habe, habe ich vor Kurzen mal durchgeladen

Der Akku dahinter war ein Langzeittest - der hat mit den Magneten an einer Heizung (55Grad) geklebt und bei 0,5C wurde er 2 Mal täglich auf 0 entladen und wieder geladen. Nach 40 Zyklen hatte er immernoch Ursprungskapazität.

Aber Papa hat Recht, denn eure Geräte ziehen sehr wenig. Ich habe noch nie getestet, wie die Akkus sich verhalten, werden sie extrem langsam auf die Abschaltspannung entladen.


#17

@Eremit_LiPos

Kann ich eigentlich zwei identische LiPo bzw. Liion (18650) parallel schalten und über einen TP4056 laden ich denke es sollte ohne weiteres gehen denn es gibt ja auch diese parallel Ladeboards, wollte aber mal die Expertenmeinung ob es doch noch was wichtiges zu beachten gibt.


#18

Mach Mal eine billige Powerbank auf, da sind fast immer ziemlich viele 18650er parallel drin. Ich achte immer darauf, dass die alle ungefähr die gleiche Spannung haben, damit keine hohen Ströme fließen. Angeblich ist das bei den meisten Akkus aber kein Problem, die gleichen sich aus. Ich gehe lieber kein Risiko ein und bringe die Akkus alle bei 3,8V zusammen. Mein Ladegerät lädt bzw. entlädt automatisch auf diese Spannung wenn ich “Lagerung” auswähle.


#19

Danke für den Tipp, hätte ich auch selbst drauf kommen können :smile:

Hier mal ein interresanter link dazu
https://goughlui.com/2013/07/14/teardown-unbranded-5000mah-usb-charger-packpower-bank/


#20

Du musst nicht mal darauf achten, dass die Akkus baugleich sind.
Verbachlässigbar sind Kapazität, Alter und Innenwiderstand.
Nur die Ladeschluss und Entladespannung müssen stimmen. Heißt du kannst auch einen 4,2V 18650 an einen 4.2V LiPo klemmen.

Nur bei der Serienschaltung müssen nahezu alle Angaben eines jeden Akkus genau übereinstimmen.