Box für maximales Klangerlebnis

Stimmt, mein Fehler. Daran hatte ich nicht gedacht…

Ich hab mich auch gewundert, das kaum jemand auf die Akkustik achtet. Darum habe ich mal ein paar Lautsprechergrößen mit Boxsim von Visaton durchgerechnet.

https://www.visaton.de/en/literatur/software

Dabei kam raus:

  • Die Größe spielt bei so kleinen Boxen kaum eine Rolle. Ob nun 1 oder 4 Liter ist fast egal. Da ist vor allem wichtig, den passenden Lautsprecher zu wählen. Ich meine die „M“-Versionen von Visaton haben wenger Bass als die ohne „M“.

  • Dämmen macht die Box leiser, verbessert die Toneigenschaften aber praktisch nicht.

  • Die Box einfach offen lassen, verschlechtert den Klang wenig, macht sie aber lauter.

  • Am wichtigsten ist, dass nichts schwingen kann in der Box, daher sollte die ganze Elektronik mit den Kabeln etc. möglichst nicht mit in der Box sein :slight_smile:

  • Öffnungen für Bassreflex müssen exakt sein, sonst kommt es zu ekligen Interferenzen. Ich würde das ganz lassen.

Das ist alles nur simuliert, das darf man dabei vielleicht nicht vergessen!

Ich bin dran und beginne hoffentlich bald mit meiner eigenen Konstruktion aus MDF. Würde mich freuen, wenn andere auch ihre Erfahrungen dazu schildern könnten.

Wenn jemand was für den FRS8 plant, kann er hier mal reinsehen: http://forum.visaton.de/showthread.php?t=19986

Und eine Frage zum Schluss: Warum brauchen Hörspielboxen Bass?

Grüße Oliver

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Weil bei unseren auch extrem viel Lieblingsmusik darauf läuft. (Aktuelles, aber auch z.b. die 30. hippsten Kinderlieder, etc. )
In diversen Hörspielen wird auch zwischendurch gesungen.
Ohne Bass hört sich das einfach doof an.

Außerdem gibt’s eine Karte mit Papa-Musik :love_you_gesture::guitar:

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Ok, ich sehe ein, dass die Box Bass haben muss. Also doch ein Zwei-Wege-TonUINO?

Hier mal eine Antwort von Visaton auf meine Frage welchen Lautsprecher sie empfehlen würden:

Im Grunde gibt es viele Möglichkeiten das Projekt umzusetzen, allerdings würde ich bei der Wahl eines passenden Lautsprechers und Gehäuses auf zwei Dinge besonders achten.

Der erste Gesichtspunkt, den man beurteilen sollte, ist der notwendige Kennschalldruckpegel des verwendeten Lautsprechers. Ich nehme an, dass er zwar hoch genug sein soll, damit man noch in etwa einem Meter Entfernung genug wahrnehmen kann, die Kinder bzw. die Hörenden in näherem Abstand allerdings gleichzeitig keinen Hörschaden davon tragen. Dabei ist es meistens trotzdem klug ein effektives Lautsprecherchassis zu verwenden, welches bereits bei geringen Leistungen viel Schalldruck erzeugt. Besonders wenn man die Möglichkeit hat, die Lautstärke individuell regeln und begrenzen zu können, wie in Ihrem Projekt. Wenn ich das richtig sehe, besitzt der im Mini MP3 DFPlayer integrierte Mono-Verstärker eine maximale Ausgangsleistung von bis zu 3 Watt an 4 Ohm Anschlussimpedanz. Somit wäre dies abgerundet etwa eine Leistung von 1 Watt an 8 Ohm.
Der zweite Gedanke bezieht sich auf die Größe und die Bauweise des Gehäuses. Verständlicherweise wollen Sie das Gehäuse so klein wie möglich halten. Ihrer Gallery habe ich entnommen, dass das Projekt bereits sehr häufig mit unserem FR 10 HM umgesetzt wurde. Dieser sollte in dieser Größenordnung von Gehäusevolumen (1 bis 3 Liter) allerdings lediglich in Bassreflexsystemen verwendet werden. Diese besitzen Löcher im Gehäuse, die bei der Verwendung mit Kindern eher nicht zu empfehlen sind, da diese hineingreifen und an die Elektronik gelangen könnten. Für geschlossene Gehäuse ist dieser Lautsprecher nicht zu empfehlen.

Meiner Einschätzung nach wäre für Ihr Projekt ein Lautsprecher wie unser FRS 5 X - 8 Ohm (Art. No. 2235) gut geeignet, wenn man auf geringe Größe, die Möglichkeit moderater Lautstärke und Sicherheit abzielt. Dieser fühlt sich in einem beliebig dimensionierten geschlossenen Gehäuse mit etwa 0,75 Liter Volumen sehr wohl und spielt dabei ab etwa 150 Hz über das gesamte Frequenzspektrum. Bei 1 Watt Leistung erzeugt dieser in 1 Meter Entfernung bereits 86 dB Schalldruckpegel, was für den Anwendungsbereich vollkommen ausreichend ist. Allerdings gibt es für diesen Lautsprecher leider keine Abdeckgitter.
All unsere Lautsprecherchassis, zu denen es ein Abdeckgitter gibt und die zu dem Projekt passen würden, benötigen leider ein größeres Volumen ab etwa 2 Litern.

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Demnach klingen die selbstgebauten Boxen mit dem FRS 8 oder FR 10 so gut, weil sie durch die ganzen Schalter und Kabel nicht dicht sind :rofl::rofl::rofl:

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Richtig coole, kompetente Antwort. +1
Es gibt sie doch noch. Die nicht vorgefertigten, und lieblos hingerotzten Antworten.
Find ich richtig gut.

Den FRS 5 gibt es auch bei Amazon - dort taucht das TonUINO-Projekt in den Rezensionen bereits gleich mehrmals auf und auch die Kategorie Gesponserte Produkte zu diesem Artikel sieht fast aus wie eine TonUINO-Einkaufsliste :grinning:

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@Peer diese Lautsprecher hab ich gleich viermal bestellt, da je zwei in meine Bullis reinkamen :joy:.

Und bei Amazon werden auch Gitter vorgeschlagen:

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Noch besser finde ich die Vorschläge, „wird oft zusammen gekauft“ und gesponsorte Produkte zu dieser Holzbox :joy:

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Die Gitter haben aber einen diagonalen Lochabstand von 57mm statt den 60mm des Lautsprechers. Das passt nicht…

Wo ist eigentlich der Unterschied zwischen den FRS 5 X und den FRS 5?

Der X kommt weiter runter in den Bassbereich:

Auf Amazon gibt es auch den empfohlenen 5 X, aber teurer und zzgl. Versandkosten. Bei Reichelt, Conrad, Thomann etc. unterscheiden sich die Preise für mit und ohne X kaum.

Schaut mal bei Pollin, die haben eine fast unendliche Anzahl an Chassis aller Größen.

Und zu besseren Preisen als Amazon

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Guter Tipp, habe leider schon bei Thomann bestellt für ca 13 Euro, allerdings für den fr 8m. Über Ebay hab ich ein 8cm Gitter für Gehäuselüfter für kleines Geld dazu bestellt, und hoffe, dass es gut zu dem Lautsprecher passt. https://www.ebay.de/itm/113876055692

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Freue mich über Berichte. Bleibe persönlich aber bei gebrauchten Regal Boxen fürs upcycling.

Da ich gerade darauf gestoßen bin, vorab als Anmerkung: im Hörbert wird scheinbar ein Visaton FR 10 HM verbaut:
https://www.hoerbert.com/kaufen/elektronikbausatz/

Ich selbst hab in meinem ersten Tonuino-Projekt ein Visaton FRS 8M in einer ~2.5 Liter Bassreflexbox verbaut. Die Innenmaße sind 14cm x 14cm x 14cm, abzüglich der Powerbank, den Rest hab ich mal eher ignoriert. Das Gehäuse besteht aus 14mm Apfelbaumholz, und da das Gehäuse professionell gebaut wurde (Schwiegervater besitzt eine Schreinerei), gehe ich davon aus, dass die Box ziemlich dicht ist: die schraubbare Bodenplatte hat rundherum eine 45° Gehrung und sitzt perfekt. Simuliert hatte ich die Box davor mit Boxsim. Das Bassreflexrohr hat einen Durchmesser von 2.9 cm (Monacor br-30 HP), das Rohr ist gekürzt auf eine Länge von 6.7cm. 2.9cm war das schmalste, das ich finden konnte, aus 2 Gründen: um die Länge des Rohres erträglich halten zu können und um keine große Öffnung zu haben. Wie hier schon angenerkt wurde, finde ich es sinnvoll, zu große Bassreflexöffnungen vermeiden, damit nicht hinein gegriffen wird. Bei 2.9 cm Durchmesser sollte da aber bei spätestens Zweijährigen Schluss sein. Allerdings reicht der Durchmesser, um die Faustregel für den Durchmesser des Rohres noch einzuhalten (mindestens 1/3 Durchmesser der Membranfläche des Chassis). Da ich sowieso eine schaltbare -6dB Abschwächung verbaut habe (2 Widerstände zwischen Verstärker und Chassis), um die leiseste Lautstärke noch etwas leiser zu haben (z.B. für Einachlafmusik, die Lautstärke ist trotzdem auf Stufe 25 begrenzt, also immer noch laut genug) habe ich etwas mit dem Weicheneditor in Boxsim gespielt und noch eine Spule und einen zusätzlichen Widerstand vor dem Chassis verbaut. Ich selbst und alle, die die Box bisher gehört haben, sind von dem Klang der kleinen Box positiv überrascht. Um auf den Threadtitel zurückzukommen: maximales Klangerlebnis vielleicht nicht, aber ich glaube schon recht nahe an dem, was sich im erträglichem Rahmen, mit nur einem Chassis und relativ kompakt umsetzen lässt.

P.S.: damit ich mir nicht immer die Box von meiner Tochter ausleihen muss (ok, meistens bastle ich nachts daran), ich aber nicht „nur“ alles am Steckbrett hab, ist das nächste Projekt im Anlaufen: ein komplett heruntergekommenes, kleines Röhrenradio als 2-Wege Box und mit Radio „restaurieren“. Die ersten Simulationen sind fertig und das Gehäuse entkernt -> ich bin gespannt auf den Klang, wenn ich hoffentlich Anfang nächsten Jahres fertig bin.

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Danke für die ausführliche Info. Die minimale Lautstärke hattest du softwareseitig schon ganz runtergeschraubt? Das Problem mit der zu hohen minimalen Lautstärke bei digitaler Regelung kommt ja leider häufiger vor. Ich hatte eh schon überlegt, lieber einen Poti zur Lautstärkeregelung zu verbauen, möchte aber eigentlich lieber nicht bei jedem Firmware update alles neu per Hand neu ändern müssen, weil ich vom standard-build abweiche. Wenn ich so einen Widerstand zum senken des Pegels vorschalte (bei Verwendung der 3 Buttons ohne Poti), müsste dann zwangsläufig der Sound in Boxsim neu berechnet werden? Vielleicht könntest du noch mal deine Boxsim-Datei von der Box hier reinstellen, damit ich mir das mal genauer ansehen kann?

Um das Bassreflexrohr gegen Kinderhände abzusichern hatte ich die folgende Idee: Ich habe hier noch einen feinen schwarzen Stoff rumliegen, der zum Lautsprecherbau gedacht ist. Den würde ich über das Bassreflexrohr spannen. Der sollte den klang hoffentlich nicht beeinflussen, so stand es zumindest in der Beschreibung, wenn ich mich recht erinnere.