Vorstellung: Das Traumreisebuch*

Was lange währt, wird endlich gut: Zu Weihnachten gab es für die Kinder ein Hör-Buch „bunt und mit Heißluftballon“ (Wunsch O-Ton).


Elektronik:

Gehäuse:
Geplant war ursprünglich der Umbau eines transluzenten Bluetooth Lautsprecher-LED-Würfels. Aber der war meiner Frau zu groß, und die Idee der Buchform kam auf.

Die Powerbank ist riesig und hat mir zusammen mit dem erst geplanten Lautsprecher Visatron FRS 10 alle Fertig-Holzkisten mit Deckel verhagelt, speziell in Buchform. Irgendwann gab ich auf und besorgte mir 4 mm Pappel-Sperrholz für 1,79 € und genagelte Zier-Scharniere im Baumarkt => Kiste komplett Selbstbau. Die Ausbrüche wurden mit Lochsägen vorbereitet und auf Maß gefeilt. Für Holzschrauben wurde der Deckel ganz, der Buchrücken und Speaker-träger lokal aufgedoppelt, die Scharniere aufgebohrt. Es wird noch eine Abdeckplatte innen über Buttons, Reader und Kabel folgen. Am Ende hätte es dank FRS5 doch kleiner werden können, aber egal, so ist mehr Platz für Karen und Figuren. Powerbank In und Kopfhörerbuchse sind über Durchbrüche direkt erreichbar, Für Arduino USB und SD muss der Speaker-Träger entfernt werden (1 Schraube). Wg. der dünnen Holzplatten habe ich die die Elektronik z.T. nicht festgeschraubt, sondern nur mit Krepp isoliert reingestopft (vorläufig - aber nichts ist ja bekanntlich so dauerhaft wollte ein Provisorium… :joy:).

Das ganze wurde Spielzeug-tauglicher Farbe bemalt, der Ballon wurde ausgedruckt und mit Fototransferpotch auf das Holz übertragen. Manche Bereiche (Gold/Schwarz/Blau), mussten noch mit normaler Acrylfarbe/Gesso bemalt werden, aber am Ende habe ich eh alles noch einmal mit Satin-Klarlack nach DIN 71-3 überzogen. Der Korb (Membranschutz) ist aus lackiertem Streckmetall.

Achja: Die Etiketten Herma 5028 habe ich nach bedrucken und kleben auf die RFID Karten ebenfalls mit dem Klarlack konserviert.

Es kam super an und ist in reger Nutzung.

Was ich gelernt habe:

  • Erstmal soweit möglich den Standard für Dummies (Danke dafür!) nachbauen, dann erst agil Stück für Stück erweitern - Die gut und gerne 100 Stunden Recherche und erfolglose Fehlersuche für eine ESP32-Lösung haben doch an meinem technischen Selbstvertrauen und der Geduld meiner Frau genagt…

  • Kabel nicht selbst crimpen, am besten auch Jumper-Kabel vermeiden - Die Platinen lohnen sich. Sonst löten. Das Spagetthi-Puzzle ist nicht nur unübersichtlich, die ganzen Buchsengehäuse auf Pin-Leisten bauen auch echt hoch - und halten nicht: gefühlt jede dritte Buchse hielt nicht einmal gegen Schwerkraft auf den Stiftleisten. Vermutlich war das auch das Problem mit dem Esp32, bzw. dem VS1053, der vermutlich komplexer und somit empfindlicher als der DF-Player auf Wackler an Daten-Kanälen reagiert.

  • Sparen ist damit schwierig: Ich habe seit diesem Projekt 2 Crimp-Zangen (Die SN28B sind murks…), ein Crimp-Set, neue Messleitungen (ok, die alten waren gebrochen…), eine neue Lötstation (hat sich gelohnt) sowie einen ganzen Setzkasten voller Microcontroller-Bausteine sowie eine Kiste mit Jumper-Kabeln und Breadboards… Holz, Lacke, Schrauben usw. Diverse weitere Fehlkauf-Artikel konnte ich zum Glück retournieren.

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